Primaten Berggorilla

Eine unglaubliche Erscheinung
voller Kraft und Würde:
Eine Begegnung mit den letzten
Berggorillas in Ruanda und Uganda
ist aufregend, berührend und
wirklich einmalig im Leben.

Berggorilla – der Hüter des Nebelwalds

Einmal einem Berggorilla gegenüberstehen – ein Traum so vieler Menschen. Für die wenigsten wird er Wirklichkeit, denn es gibt nicht mehr viele dieser imposanten Menschenaffen auf der Welt. Tatsächlich kommen sie nur noch in zwei Gebieten in Afrika vor: dem der Virunga-Vulkane im Dreiländereck von Ruanda, Uganda und dem Kongo sowie im Bwindi Impenetrable Forest in Uganda. Hier kann man sie in freier Wildnis beobachten. Wir empfehlen dazu die verhältnismäßig sicheren und infrastrukturell gut ausgebauten Länder Ruanda und Uganda, wo wir mit renommierten Partnern zur Durchführung der Trekkings zusammenarbeiten. Sie gehen bei der Führung zu den Tieren sehr behutsam vor, um sie nicht zu beeinträchtigen. Sowohl in der Virunga- als auch in der Bwindi-Region leben jeweils circa zehn Gorillafamilien. Jede Familie darf pro Tag nur von einer Gruppe mit maximal acht Gästen besucht werden. Entsprechend rar und begehrt sind die Erlaubnisscheine dafür. In Uganda kostet solch ein Gorilla Trekking Permit derzeit (2019) US$ 600, wobei der Preis 2020 auf US$ 700 steigen wird; in Ruanda sind es US$ 1.500. Während in Uganda die Lodges einfach und rustikal sind, finden Sie in Ruanda die luxuriöseren und haben einen kürzeren Weg zu den Aufenthaltsorten der Tiere. Sie sollten einen Permit zur Gorillabeobachtung mindestens ein Dreivierteljahr im Vorfeld Ihres geplanten Reisetermins beantragen, damit Sie auch noch einen Platz in einer der wenigen Lodges vor Ort bekommen. Selbstverständlich unterstützen wir Sie dabei gerne und versorgen Sie mit allen Informationen bei Anruf unter +49 (0) 221.975 863 80.  

PRIMATEN UNTER SICH: TIEFE EINBLICKE BEIM GORILLA TREKKING

Doch warum üben die Berggorillas abgesehen von ihrer Seltenheit eigentlich eine solche Faszination auf uns Menschen aus? “Je mehr du über die Würde des Gorillas lernst, desto mehr möchtest du Menschen meiden”, sagte die berühmte Gorilla-Forscherin Dian Fossey einmal. In den 1970er und 80er widmete sie sich diesen Menschenaffen in Ostafrika. Sie wurde von den Tieren in ihrer Mitte akzeptiert, nicht aber von den Menschen. Es wird vermutet, dass ihr Einsatz gegen die Wilderei sie schließlich das Leben kostete. Sie wurde 1985 ermordet in ihrer Forschungsstation aufgefunden, ihr Tod konnte bis heute nicht aufgeklärt werden. Jeder, der einem Berggorilla in seinem natürlichen Lebensraum begegnet ist wird Fosseys Wahrnehmung bezüglich der Würde bestätigen. Sie sind eine unglaubliche Erscheinung, insbesondere die ausgewachsenen männlichen Tiere, die 1,75 Meter groß und bis zu 200 Kilogramm schwer werden können. Der Silberrücken, das älteste Männchen und der Anführer seiner Gruppe, unterscheidet sich aufgrund der Graufärbung seines Rückenfells von den anderen ausschließlich schwarzhaarigen Mitgliedern. Unter sich schart er mehrere Weibchen und die dazugehörigen Nachkommen. Sehr selten gibt es mehrere Männchen in einer Familie, und wenn, dann hat nur eines davon die Vorherrschaft inne. Zu Revierkämpfen mit anderen Clanführern kommt es in der Regel nicht, und obwohl sich die Gebiete, welche die einzelnen Gorillagruppen zur Nahrungssuche durchstreifen teilweise überschneiden, wird Fremdkontakt lieber vermieden.

Gorillas reagieren generell sehr sensibel auf Eindringlinge, weswegen bei unseren Trekkings auch mit äußerster Vorsicht vorgegangen wird. Die Anweisungen der Guides sind unbedingt zu beachten. Das bedeutet nicht, dass Sie dabei Angst haben müssen, denn Gorillas greifen nur an, wenn sie das Gefühl haben sich verteidigen zu müssen. So sollten Sie nicht zu nahe an die Tiere heran gehen, sondern sie mit Sicherheitsabstand bewundern. Kommt ein Gorilla von sich aus auf Sie zu, müssen Sie sich auf den Boden setzen und Blickkontakt vermeiden. Dann kann es schon einmal passieren, dass er Sie in aller Seelenruhe untersucht – Herzklopfen garantiert! Ansonsten verläuft das Leben der Berggorillas in den Regenwäldern auf 2.200 bis 4.000 Metern Höhe über dem Meeresspiegel recht gemächlich: Blätter fressen und Ruhen sind ihre Hauptbeschäftigungen. Bei den Jungtieren steht aber auch das Spielen hoch im Kurs, und der liebevolle Umgang der Mütter mit ihnen ist rührend. Klettern sieht man die Gorillas eher selten. Sie schlafen in schnell aus Zweigen und Blättern gebauten Nestern, am liebsten jede Nacht in einem neuen.  

WIE SIE DIE BERGGORILLAS SCHÜTZEN KÖNNEN

Bedroht sind die Berggorillas – neben den durch Menschen übertragbaren Krankheiten, bei denen schon eine einfache Erkältung zur tödlichen Gefahr für sie werden kann; aus diesem Grund dürfen Sie ein Trekking auch nur völlig gesund unternehmen  vor allem durch die bereits erwähnte Wilderei. Mittels des Tourismus kann diese jedoch gut im Zaum gehalten werden. Teile der Erlöse aus den Gorilla Trekkings fließen in Schutzprojekte, und das Verständnis der Menschen vor Ort für die Notwendigkeit der Erhaltung dieser Art, um den Geldfluss aus diesem Bereich weiterhin zu gewährleisten wächst, so dass die Wilderei als Einnahmequelle hoffentlich bald vollständig ausgedient hat. Allerdings stellen Erdölvorkommen im Virunga-Nationalpark eine akute Bedrohung für die Berggorillas dar, denn durch die Bohrungen wird ihr Lebensraum zerstört. Möchten Sie diese fantastischen Tiere live und hautnah erleben, über ihre frappierende Ähnlichkeit zu uns Menschen in Mimik, Gestik und Sozialverhalten staunen, ihre Würde spüren? Und dabei noch zu ihrem Schutz beitragen? Dann buchen Sie ein Gorilla Trekking im Rahmen einer Afrikareise bei uns – ein spektakuläres Once-in-a-Lifetime-Erlebnis, das nur ganz wenigen vergönnt ist. 

0