Costa Rica – Was ist dran am Pura Vida?

Viel haben wir schon gehört vom „Pura Vida“ – wörtlich übersetzt „pures Leben“ – im Zusammenhang mit Costa Rica. Dieser Slogan wird gerne von Touristikunternehmen eingesetzt, um Werbung für das Land zu machen, und er verspricht Reisenden vor Ort auf ein ganz besonderes, fröhlich-entspanntes Lebensgefühl zu treffen. Jetzt wollen wir es endlich selbst wissen und machen uns auf herauszufinden, was wirklich dahintersteckt. Ist das alles nur eine Marketing-Erfindung oder ist das Leben in Costa Rica wirklich besonders bunt? Wenn Sie auch gespannt sind, kommen Sie mit uns auf eine 10-tägige Reise einmal rund um die am Pazifik gelegene Hälfte des Landes!

VIELVERSPRECHENDE AUSSICHTEN…

Natürlich ist es nicht nur das vielbeschworene „Pura Vida“, das uns nach Costa Rica lockt, sondern es sind auch die vielfältigen Naturwunder und die Aussicht auf einige kleine und größere Abenteuer. Auf unserer Liste stehen Wanderungen durch den Regenwald, Zip-Lining hoch über den Baumwipfeln, der Vulkan El Arenal, von dem man nicht so genau weiß, ob er nicht doch einmal wieder Feuer spuckt, El Papagayo, das Mekka für Badeurlauber, der Nationalpark Manuel Antonio und selbstverständlich einige vielversprechende Hotels, die wir persönlich für Sie begutachten möchten.

Costa Rica ist bekannt für seinen ökologischen Facettenreichtum auf relativ kleinem Raum – das mittelamerikanische Land beherbergt insgesamt 27 Nationalparks, die 11 % seiner Gesamtfläche ausmachen! Da muss man sich bei der Planung seiner Reise leider beschränken, denn alles in noch nicht einmal zwei Wochen zu sehen – unmöglich! Wir konzentrieren uns auf die pazifische Hälfte, und das ist schon sportlich, wie wir feststellen nicht lange, nachdem wir losgefahren sind. Wir haben uns einen Mietwagen genommen, um unterwegs flexibel zu sein und halten zu können, wann und wo wir möchten. Da Costa Rica infrastrukturell und touristisch sehr gut ausgebaut ist, besonders im „Pazifik-Teil“, kommt man sehr gut vorwärts. Wer es lieber ruhiger und ursprünglicher mag, ist in der östlichen Landeshälfte am karibischen Meer besser aufgehoben, die unser Kollege Falk Jacob besucht hat. Wenn Sie aber eine gute Auswahl an Hotels und Aktivitäten wünschen, wird Ihnen der westliche Part gefallen. Und in den von uns ausgewählten Unterkünften sind Sie garantiert ungestört und können das tagsüber Erlebte in Ruhe Revue passieren lassen.

VON DER GROßSTADT INS NIRGENDWO

Los geht es für uns in San José, der Hauptstadt Costa Ricas. Hier landen wir nach dem Direktflug von Frankfurt mit Lufthansa (sehr praktisch). In der City angekommen, verbringen wir erst einmal eine Nacht im Grano d’Oro. Dabei handelt es sich um ein sehr süßes Boutique-Hotel mit persönlicher Atmosphäre und super Frühstück – genau richtig, um sich erst einmal zu akklimatisieren. Das Hotel insgesamt würden wir mit 5 Sternen klassifizieren, die Zimmer sind okay und eher auf 4-Sterne-Niveau.

Am nächsten Morgen fahren wir weiter in nordwestlicher Richtung zur El Silencio Lodge. Ein absolutes Kontrastprogramm nach der Großstadtluft: Sie liegt umgeben von dichtem Urwald im Nirgendwo, ist aus viel Holz erbaut, aber gleichzeitig modern. Hier kann man ausgiebige Wanderungen und Trekking-Touren unternehmen. Hinter der Lodge gibt es einen Kolibrigarten, in dem unzählige der winzigen Vögelchen umherschwirren, um Nektar aus den exotischen Blütenkelchen zu trinken. Wir versuchen uns ganz still zu verhalten, damit wir sie nicht verschrecken, und ab und zu bekommen wir einen direkt vor uns zu Gesicht. Ansonsten sausen die insektengleichen Vögel, durch kaum mehr als das blitzschnelle Summen ihrer Flügelschläge wahrnehmbar, um uns herum. Unser Tipp: Morgens ist es hier besonders schön.

Fotos: Copyright JOURNEY D.LUXE

AUF INS ABENTEUER

Wir machen uns wieder auf den Weg, weiter in den Nordwesten, wo eines der größten Highlights Costa Ricas emporragt: der Vulkan El Arenal. Das letzte Mal hat er 2010 Lava gespuckt, doch immer wieder auftretende Rauchschwaden um den Krater deuten daraufhin, dass es durchaus noch immer brodelt im Inneren des 1.670 Meter hohen Feuerberges. Er gehört zu den aktivsten Vulkanen der Erde und ist gleichzeitig der jüngste und aktivste Vulkan Costa Ricas. Man kann hier entlang der erkalteten Lavaströme vergangener Ausbrüche wandern, doch wir haben in dieser Gegend etwas anderes vor. Was, das erfahren Sie morgen. Heute heißt es für uns erst einmal durch La Fortuna bummeln, das „Tor zum Arenal“ und ein beliebter Touristenort. Es gibt hier viele Souvenirläden und Restaurants und man kann sehr gut essen. Die hochwertigste Übernachtungsoption in der Stadt finden Sie unter den Nayara Hotels. Dazu zählen das Nayara Resort, Spa & Gardens, das Nayara Springs mit Luxusvillen und das neue Nayara Tented Camp für ein besonders naturnahes Wohnerlebnis.

Fotos: Copyright JOURNEY D.LUXE

Ein neuer Tag erwacht und wir sind ziemlich gespannt, denn wir werden heute einen Zip-Lining-Parcours meistern! Zunächst fahren wir ein Stück bergauf, laufen dann über Stock und Stein, und eine Hängebrücke führt uns noch weiter hinauf, bis wir die erste Plattform erreichen. Von hier geht es los: Unser Guide, der uns zuvor eine umfassende Einweisung in den Ablauf und die Ausrüstung gegeben hat, klinkt uns ins Seil und – schwupps! – fliegen wir schon über die Baumwipfel! Es ist aufregend so durch die Luft zu gleiten, der Regenwald unter uns, und plötzlich auch ein Wasserfall. Eine grandiose Perspektive auf die üppige tropische Landschaft eröffnen uns die insgesamt 12 Stationen des Parcours, zwischen denen wir immer wieder Wegstrecken zu Fuß zurücklegen. Das längste Seil ist fast einen Kilometer lang. Dieses Erlebnis dürfen Sie sich nicht entgehen lassen und gern ein bisschen mutig sein. Keine Sorge, Sie werden gut und unkompliziert vorbereitet und gesichert. Wie wir im weiteren Verlauf feststellen werden, gilt das für alle Aktivitäten während unserer Reise – der Vorteil an der touristischen Erschließung.

Fotos: Copyright JOURNEY D.LUXE

Dennoch ist in Costa Rica auch Vorsicht geboten, denn es ist ein armes Land und nicht selten werden unachtsame Touristen Opfer von Überfällen. Daher gilt: Wertsachen nicht offen zur Schau stellen und im Auto liegen lassen, typische Touristenkleidung und auffälliges Herumwedeln mit der Karte oder Kamera vermeiden und nach Einbruch der Dunkelheit besser nicht mehr unterwegs sein. Sollten auf Ihrer Route – wir planen jede Reise individuell nach Ihren Wünschen – berüchtigte Ecken liegen, um die Sie lieber einen Bogen machen sollten, weisen wir Sie selbstverständlich in unserer Beratung und den Reiseunterlagen darauf hin.

EIN MINI-BADEURLAUB ZWISCHENDURCH…

Wir verlassen den Nationalpark um den El Arenal und fahren an die Pazifikküste, genauer gesagt auf die Papagayo-Halbinsel. Wer ein paar Tage unaufgeregten Badeurlaub und die Sonne genießen möchte, ist hier richtig. Generell ist aber wichtig zu wissen, dass Costa Rica kein reines Badeurlaubsziel ist – dafür gibt es auch einfach viel zu viel zu erleben! Die Strände auf Papagayo sind zwar nicht das, was wir unter Traumstränden verstehen, aber schön ist es hier trotzdem. Es gibt viele Beach Resorts, und wir testen gleich zwei: zunächst das Andaz Costa Rica Resort, welches uns vor allem mit seinem guten Essen, Snackbars und lateinamerikanischer Livemusik begeistert, und dann das El Mangroove, bei dem es sich um ein schickes Boutique-Hotel mit den idealen Voraussetzungen zum Ausspannen handelt. In letzterem besucht uns eine freche Waschbärenbande – sehr lustig, die maskierten kleinen Gauner auf der Suche nach Essensresten zu beobachten. Das sind nicht die einzigen Exoten, die sich auf Papagayo herumtreiben – auch Nasenbären sehen wir bei einem Ausflug und die Rufe der Brüllaffen begleiten uns während der gesamten Reise. Die Papagayo-Halbinsel ist übrigens privat, das heißt nur Resortgästen zugänglich. Es gibt hier ebenfalls ein Four Seasons und einen Golfplatz. Naturbelassen ist es nicht, sagen wir eher, die Natur wurde hier perfekt gehegt und gepflegt. Papagayo ist auch ein guter Ausgangspunkt für Bootstouren sowie Schnorchel- und Tauchgänge.

Fotos: Copyright JOURNEY D.LUXE

AUF TUCHFÜHLUNG MIT DER NATUR

Die nächste Station unserer Rundreise erwartet uns schon. Weiter in den Süden geht es für uns nach Nosara, wo wir zwei Nächte in der Lagarta Lodge verbringen werden. Unterwegs stellen wir immer wieder fest, wie schön die Landschaft ist: Der Ozean auf der einen Seite und der Dschungel auf der anderen – der Landesname („reiche Küste“) kommt wahrlich nicht von ungefähr! Die Lodge liegt nahe Nosara erhöht auf einem der vielen Hügel der Region in einem Naturschutzgebiet, und die Eigentümer unterstützen mit einem Teil ihrer Einnahmen diverse Umweltschutzprojekte und Bildungsprogramme für die Einheimischen. Das Erbe der lokalen indigenen Stämme ist auch in die Gestaltung von Lagarta eingeflossen. Wir fühlen uns hier sehr wohl. Wir unternehmen eine herrliche Kajaktour geführt von einem Experten für die örtliche Flora und Fauna und paddeln durch einen Mangrovenwald. Außerdem haben wir das Glück Oliv-Bastardschildkröten bei der Eiablage an Land zu beobachten. In Scharen kommen sie aus dem Ozean, und hungrige Vögel warten schon darauf, dass sie vielleicht etwas von der Brut erbeuten können. Ein faszinierendes Schauspiel, das uns Respekt einflößt, denn die Strapazen, die die Schildkröten auf sich nehmen ist immens. Man sieht ihnen die Anstrengung an, immer wieder machen sie Pausen, bis sie das Loch, in dem sie bis zu 120 golfballähnlichen Eier abgelegt haben um dann wieder im Meer zu verschwinden. Dieses Schauspiel darf man jedoch nur in Begleitung eines Guides und unter Beachtung fester Regeln beobachten.

Fotos: Copyright JOURNEY D.LUXE

EIN HOTEL-SAHNEHÄUBCHEN

Die folgende Etappe ist sehr lang. Wir fahren die ganze Pazifikküste herunter bis Uvita im Süden. Das dauert einen vollen Tag. Selbstverständlich können Sie unterwegs einen Zwischenstopp einlegen – wir empfehlen Ihnen auf Wunsch gerne das passende Hotel. Kurz vor Uvita befindet sich der weltbekannte Nationalpark Manuel Antonio. Diesen empfinden wir aber als sehr touristisch und überbewertet – kein Must-see – allerdings sehen wir dort die einzigen Faultiere während unserer Reise. Hoch oben in den Baumwipfeln sind sie aufgrund der seltenen Bewegungen nur schwer zu erkennen. Innerhalb des Nationalpark befindet sich ein wunderschöner Sandstrand, wir empfehlen Ihnen Ihre Badekleidung sowie ein Handtuch mitzubringen, um einen Sprung ins Meer zu wagen. Wir machen uns danach auf in Richtung Uvita und bleiben im Kura Boutique Hotel – unsere absolute Top-Empfehlung! Es liegt genial an einem Hang mit sensationellem Blick auf den Ozean und zwei Buchten, die das Wasser, das sie ausfüllt, von oben wie eine Walflosse aussehen lassen. Das Hotel selbst ist „High End“, bietet luxuriöse Villen, superschickes Design und wahnsinnig gutes Essen – der perfekte Ort, um am Ende einer abwechslungsreichen Reise noch einmal runterzukommen. Unternehmungslustige finden aber auch hier ein vielfältiges Angebot: In der Nähe liegt einer der besten Tauch- und Schnorchelspots Costa Ricas, und zudem sind Ausritte am Strand und Zip-Lining möglich. Zu Erkundungstouren in die umliegenden Nationalparks kann man von hier aus ebenfalls wunderbar starten.

Fotos: Copyright JOURNEY D.LUXE

Noch eine letzte Station haben wir vor uns, bevor es zurück nach San José geht. Die Hacienda Alta Gracia liegt in grünen Hügeln, und uns umfängt noch einmal dichter Regenwald. Wer mag, kann hier seiner Wanderlust ausgiebig frönen und findet abwechslungsreiche Strecken über Stock und Stein, Bäche und Brücken vor. Das geht auch gut ohne Guide. Die Hacienda verfügt über eigene Stallungen, was die Herzen von Pferdefans höherschlagen lassen dürfte.

Der direkte Weg nach San Jose führt über Serpentinen, deshalb entscheiden wir uns entlang der Küste zurück und dann ein Stück quer durchs Land zu fahren. Fliegen ist natürlich auch möglich. Ein Glück, dass wir diese Strecke gewählt haben, denn wir sehen wilde Aras. Die legendären, rot und blau leuchtenden und wirklich großen Vögel sind live und in Farbe umso schöner.

Fotos: Copyright JOURNEY D.LUXE

UNSER FAZIT ZU „PURA VIDA“

Uns erwartet im Anschluss noch ein Trip nach Florida, wo wir ein paar Tage im heißen und hippen Miami verbringen und dann noch die Universal Studios in Orlando besichtigen werden. Wir verlassen Costa Rica mit unzähligen spannenden Erfahrungen und bunten Eindrücken im Gepäck und der Gewissheit: „Pura Vida“ ist in der Tat die beste Umschreibung für dieses Land voller atemberaubender Landschaften, exotischer Tiere und Pflanzen sowie supernetter Menschen! Wenn man weiß wo, kann man Costa Ricas authentischen Charme trotz der guten Erschließung genießen. Tolles Plus: Der Naturschutz wird seit vielen Jahrzehnten großgeschrieben. Wer aber das einsamere Gesicht Costa Ricas entdecken möchte, der sollte sich auf die karibische Seite begeben. Alles in allem hat Costa Rica so viel zu bieten, dass wir Ihnen raten sich für unsere hier vorgestellte Route lieber mehr Zeit als nur 10 Tage zu nehmen oder sich nur auf eine Ecke zu konzentrieren, wenn Sie nicht länger verreisen möchten.

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    Dennis Kylau Geschäftsführer & Reisedesigner

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